In welchem Gewichtsbereich soll ich meinen Gleitschirm fliegen?

Prinzipiell ist es immer besser den Gleitschirm heutzutage im mittleren bis oberen Gewichtsbereich zu fliegen. An der Untergrenze machen die Schirme weniger Spaß und können unter Umständen sogar gefährlich werden. Alle Hersteller sprechen vom sog. Startgewicht. Das ist ganz grob in etwa das Körpergewicht des Piloten plus 15-18kg dazu gerechnet (Kleidung, Fluginstrumente, Gleitschirm, Gurtzeug, Retter usw.). Ein Pilot der in etwa 80kg nackt wiegt hat ein Startgewicht von ca. 95-98kg (abhängig vom Gurtzeug, Retter usw.). Ein Schirm der bis 100 oder 105kg Startgewicht geht, wäre für diesen Piloten perfekt. Ein Schirm der erst bei 90 oder 95kg los geht, wäre eher ungünstig für den Piloten.
Bei den Gewichtsgrenzen spielt der Gleitschirmhersteller natürlich auch eine Rolle. Es gibt Gleitschirme die von Haus aus bereits recht gut und schnell getrimmt sind. Diese Schirme können auch im mittleren Gewichtsbereich noch gut geflogen werden. Einige Hersteller trimmen ihre Schirme recht langsam. Hier raten wir eher vom Fliegen im mittleren Gewichtsbereich ab. Ich persönlich fliege lieber einen Schirm der 5kg überladen ist, wie einen Schirm an der Untergrenze des Gewichtsbereiches. Die Herstellerangaben sind hier auch keine exakte Wissenschaft. +5kg hat noch keinen Gleitschirm zum Absturz gebracht und das Extremflugverhalten eklatant geändert. Offiziell dürfen allerdings die Betriebsgrenzen des Gleitschirmes nicht verlassen werden.

Welche Vor- und Nachteile hat eine hohe und eine niedrige Flächenbelastung?

niedrige Flächenbelastung (= Pilot fliegt an der Untergrenze des zulässigen Gewichtsbereiches)

  • bei ruhigen Bedingungen bleibt der Pilot “länger oben”. In sehr schwachen thermischen Bedingungen hat man unter Umständen geringe Vorteile beim Thermikflug und mehr Fläche trägt ein bisschen besser. Die Gleitleistung nimmt dabei aber nicht markant zu.

  • viele Gleitschirme neigen im unteren Gewichtsbereich zum “Auftstellen” in der Thermik. Anstatt mit satter Zuladung sauber in die Thermik hinein zu ziehen, “prallen” sie eher an der Thermik ab (übertrieben formuliert).

  • ein extremer Nachteil ist aber vor allem, dass unterladene Gleitschirme einfach langsamer fliegen und träger auf Steuerleineninputs reagieren. Ein Gleitschirm der bereits langsam und träge fliegt, ist deutlich näher am Strömungsabriß. Der Pilot zieht an der Steuerleine, es passiert nichts, deswegen zieht er einfach mehr, was zwangsläufig irgendwann zum Strömungsabriß führt. Immer wieder erleben wir beim Sicherheitstraining und auch beim Thermikfliegen oder Einleiten einer Kurve Strömungsabrisse mit unterladenen Gleitschirmen.

  • der Gleitschirm ist manchmal etwas spurtreuer bzw. neigt nicht zu sehr zum Rollen. Deswegen verkaufen viele Flugschulen die Gleitschirme immer noch oft im unteren Gewichtsbereich. Der Gleitschirm gerät durch falschen/gegenläufigen oder zu starken Steuerleinenimpuls des Einsteigers nicht so sehr ins rollen, wie ein hoch beladener Gleitschirm, d.h. der Puls des Fluglehrers bleibt etwas niedriger 😉 Spätestens aber nach der Ausbildung in thermischer Luft oder bei viel Wind, werden die Nachteile dann schnell sichtbar für den Piloten.

  • der Gleitschirm fliegt langsamer bei starkem Wind. Gerade in windigen Fluggebieten sind zu große Flächen einfach hinderlich. Das Aufziehverhalten ist deutlich anspruchsvoller bei Starkwind und der Schirm fliegt bereits rückwärts während ein hoch beladener Gleitschirm noch vorwärts kommt.

  • das Extremflugverhalten kann (muss aber nicht zwangsläufig) bei niedrig beladenen Schirmen harmloser ausfallen, meist allerdings nur bei den seitlichen Klappern.

hohe Flächenbelastung (= Pilot fliegt an der Obergrenze des zulässigen Gewichtsbereiches)

  • Schirm zieht satter in die Thermik

  • Schirm fliegt schneller vorwärts bei Starkwind

  • der Schirm hat ein einfacheres Starkwindstartverhalten (weniger Fläche)

  • das Handling wird präziser und der Schirm reagiert direkter auf Steuerleinenzug

  • das Extremflugverhalten kann (muss aber nicht zwangsläufig) etwas dynamischer werden

  • der Schirm fliegt satter durch Turbulenzen und neigt weniger zum Einklappen

  • in schwachen thermischen Bedingungen hat man ggf. geringe Nachteile durch den höheren Trimspeed und unter Umständen höheres Kurvensinken

  • der Schirm ist weiter weg vom Strömungsabriß (Pilot zieht an der Bremse und der Schirm reagiert. Dadurch wird der Pilot weniger dazu neigen zuviel Bremsinput zu geben)

  • die Schirme machen einfach mehr Spaß beim Rollen/WingOvern und dynamischen Manövern. Auch hier braucht der Pilot deutlich weniger Steuerleinenzug und ist dadurch weiter weg vom Strömungsabriß

Der erweiterte Gewichtsbereich

Der erweiterte Gewichtsbereich (z.B. bei Advance Gleitschirmen) ermöglicht es dem Piloten nicht gleich in die “Illegalität” zu kommen wenn er mal 5-10kg über dem normalen Startgewichtsbereich fliegt. Klar sein sollte einem jedoch, das man einen deutlich dynamischeren Schirm bekommt, je weiter man in den erweiterten Gewichtsbereich geht. Wir empfehlen Einsteigern maximal 5-7kg in den erweiterten Gewichtsbereich zu gehen. Dies halten wir aber oft für besser, wie am unteren Ende des Startgewichts der nächst größeren Schirmgröße zu fliegen. Über ca. 8kg über dem normalen Gewichtsbereich werden die Schirme dann allerdings häufig zu dynamisch für Einsteiger, überfordern den Anfänger schnell und machen das Thermikfliegen schwieriger.

Besser den Schirm (natürlich je nach Pilotenkönnen und Talent) eher im mittleren bis oberen Gewichtsbereich des normalen Startgewichtsbereiches fliegen und den Piloten in der Flugschule besser ausbilden, als einen unterladenen Gleitschirm kaufen, der außerhalb der Ausbildung (ruhige, tote Luft) keinen Spaß mehr macht und sogar gefährlich werden kann. Viel Spaß beim Fliegen!
Chris Geist Paragliding Academy GmbH
Chris Geist
Geschäftsführer

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Wann ist die beste Jahreszeit zum Gleitschirmfliegen?

Gleitschirmstart Winter

Diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt. Gleich gefolgt von: “Im Frühjahr soll es ja die beste Thermik geben, da mache ich dann da den A-Schein”. Die Frage nach der besten Zeit zum Gleitschirmfliegen hängt stark davon ab, was Du vor hast und auf welchem Könnensstand zu stehst. Im Frühjahr haben wir die heftigste Thermik und stark auflebende Talwinde. Gleitschirmfliegen lernen ist im Frühjahr und Frühsommer schwieriger als im Herbst und Winter, dennoch kommen die meisten Piloten in dieser Zeit, wenn die Skisaison beendet ist, während unsere Winterkurse zum Teil eher Privat Coachings mit 4-5 Leuten sind und oft perfektes Schulungswetter herrscht.


Zum Gleitschirmfliegen lernen braucht man eigentlich ruhige Luft um Starten, Landen und Fliegen zu lernen. Erst nach einigen Flügen kann der Pilot mit Störfaktoren von außen (z.B. Thermik oder Turbulenzen) besser klar kommen und diese aktiv ausgleichen. Die Thermik ist also für einen Einsteiger in den Gleitschirmsport am Anfang eher störend und kann sogar gefährlich werden, wenn man erst ein paar Flüge hat und wenn man den Gleitschirm noch nicht richtig steuern kann. Profis haben im Frühjahr natürlich Spaß und lassen sich mit der zum Teil extrem ruppigen Thermik in große Höhen tragen und fliegen so weite Strecken. Für einen Schüler ist im Frühjahr der Flugspaß schon häufig um die Mittagszeit beendet.
Im Sommer bzw. Spätsommer wird es dann häufig schon etwas stabiler, aber auch hier gibt es zur Mittagszeit immer noch starke Thermiken und Talwinde die dem Einsteiger schnell den Spaß am Fliegen verderben. Deswegen legen wir bei der Paragliding Academy morgens oft schon sehr früh los, um noch die ruhige Luft zu genießen bevor es “zu sportlich” wird zum Gleitschirmfliegen.


Eigentlich ideal geeignet für die ersten Gleitschirmflüge sind der Herbst und der Winter. Die Thermik und auch die Talwinde werden schwächer und so finden wir oft den ganzen Tag lang perfekte Schulungsbedingungen vor. Klar, im Winter ist es auch kälter und das Laufen im Schnee etwas anstrengender, aber beim Skifahren stört das ja auch keinen 😉 Dafür fällt man im Winter auch deutlich weicher und Kuhfladen gibt es auch keine 😉 Die normalen Skiklamotten sind übrigens auch ideal zum Gleitschirmfliegen im Winter geeignet. Ein weiterer Vorteil sind die zum Teil extrem kleinen Gruppengrößen in der Nebensaison, was natürlich den Lernerfolg nochmal zusätzlich steigert.
Unser Tipp: Wenn es von Deinem Terminplan her möglich ist, nutze die ruhigeren Herbst- und Winterbedingungen zum Gleitschirmfliegen lernen.

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Groundhandlingschirm JA oder NEIN?

Viele viele Piloten fragen uns immer nach Groundhandling Schirmen, also Gleitschirme die man dazu verwendet sein Bodenhandling (Vorwärts-/ Rückwärtsstart usw.) zu verbessern. Groundhandling ist einer der wichtigsten Bausteine überhaupt. Es gibt wenig Piloten die ein gutes Groundhandling haben und noch Probleme beim Starten oder Landen deswegen empfehlen wir soviel Grounhandling zu trainieren wie irgendwie möglich.


Die Groundhandlings Schirme kosten meist nicht viel Geld und man ist schnell verleitet sich einen zu kaufen. Wenn der Grounhandlingsschirm noch halbwegs aktuell/modern ist, macht das noch Sinn wenn man z.B. an die Düne fährt und da (verständlicherweise) seinen nagelneuen Leichtschirm nicht mitnehmen mag. Prinzipiell bin ich aber ein großer Fan von “mit seiner eigenen Ausrüstung trainieren”. Jemand der nur sehr wenig in die Luft kommt im Jahr, sollte die wenige Zeit die er für das Gleitschirmfliegen investiert, wenigstens an seiner eigenen Ausrüstung hängen. Der Lerneffekt ist deutlich größer, wenn man das Groundhandling an seinem eigenen Gleitschirm trainiert. Natürlich leidet der Schirm etwas mehr, ggf. sogar noch im Sand usw. aber das sollte es einem Wert sein. Was überhaupt keinen Sinn macht ist, sich sehr sehr alte Gleitschirme zu kaufen die kaum noch starten oder eine ganz andere Charakteristik haben wie moderne Geräte. Da eignet man sich im schlimmsten Fall noch eine falsche Technik an, die man dann auf seinen “richtigen” Gleitschirm projiziert. Bei extremen Starkwind Bedingungen machen Groundhandlings Schirme natürlich Sinn. Bevor ich gar nichts machen kann, nehme ich lieber z.B. einen BGD Seed oder Ozone Groundhog zum Trainieren oder einen alten, kleinen Gleitschirm der noch halbwegs vernünftig startet bei Wind.


Gefährlich wird das ganze erst, wenn die Piloten dann an der Düne mit den ganz alten Schirmen fliegen gehen. Die Steuerwege sind durch das gealterte Material oft extrem kurz (was man auch am schlechten Starten schon sieht) und so kommt es oft zu Strömungsabrissen in der Luft v.a. beim Kurvenfliegen. Deswegen dürfen Groundhandlingsschirme auf keinen Fall zum Fliegen verwendet werden.
Bei Fragen einfach direkt bei uns melden. Wir beraten Dich gern.

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Gleitschirmfliegen im Frühjahr

Es ist wieder soweit. Die Gleitschirmszene wird unruhig und die Streckencracks scharren mit den Hufen. Wir als Flugschule merken das extrem. Es werden Gurtzeuge, Retter und Schirme bestellt, Checks gemacht und Flugreisen und Fortbildungen gebucht. Die Piloten erwachen aus dem Winterschlaf. Warum viele Piloten im Herbst ihren Gleitschirm einmotten und erst im Frühjahr wieder auspacken ist mir dabei nach wie vor ein Rätsel. Nur weil die Thermik schwächer ist besteht noch lang kein Grund, nicht auch im Winter zu fliegen. Aber das versuchen wir schon seit vielen vielen Jahren, in die Köpfe der Piloten zu bekommen.
Im Frühjahr dann, nach ca. 5-6 Monaten Flugpause, gehen viele Piloten um die Mittagszeit an mehr oder weniger anspruchsvolle Flugberge und wundern sich, dass sie abstürzen. Leider ist es auch am letzten Wochenende bei sehr anspruchsvoller Thermik und starkem Talwind zu einem tödlichen Unfall in Andelsbuch/ Bezau gekommen.

 

Liebe Pilotinnen und Piloten, fliegt doch einfach mal ganz in der Früh oder später am Nachmittag und fliegt Euch erstmal wieder warm, bevor Ihr Euch in die Hammer Thermik stürzt. Frisch aus dem A-Schein, mit wenig Flugerfahrung oder mit längerer Flugpause habt Ihr im Frühjahr um die Mittagszeit NICHTS am Himmel verloren. Im Frühjahr haben wir die stärkste Thermik und die größten Temperaturkontraste mit ruppiger Thermik und starken Talwinden. Nur weil ein paar Piloten am Himmel hängen heißt das nicht, dass es für jeden Piloten zum Fliegen geht. Auch sieht man nicht, wie turbulent es wirklich in der Luft ist, wenn man den Piloten am Himmel vom Landeplatz aus zusieht.

 

Natürlich fliegen die Streckencracks die größten Strecken im Frühjahr, aber bei welchen Bedingungen? Oft landen gute Piloten und sagen: “Scheiße war das bockig” und Karl-Uwe aus Castor Brauxl (Anm. hiermit entschuldige ich mich bei allen Piloten, die Karl- Uwe heißen und/oder aus Castor Brauxl kommen. Es ist nicht persönlich gemeint ;-)) fliegt noch munter seine Ovale. Klapper rechts, Klapper links, egal, hauptsache in die Stratosphäre “gespült”. Minimales Pilotenkönnen bei maximalem Risiko! Gut, dass die Schirme so sicher geworden sind, aber auch das hilft leider nicht immer.

 

Es verlangt für solche Bedingungen entweder ein großes Maß an “dicken Eiern” oder ein großes Maß an Pilotenkönnen und den richtigen Umgang mit Extremflugsituationen… oder am besten beides 😉
BITTE BITTE LIEBE HOBBYPILOTEN sucht Euch die richtigen Bedingungen zum Gleitschirmfliegen heraus und fordert Euch nicht zu sehr im Frühjahr. Ich weiß, das ist oftmals schwer einzuschätzen aber nicht unmöglich. Keine Panik, der Sommer und Herbst mit ruhigeren Bedingungen kommt bestimmt. Einfach mal wieder einen entspannten Abgleiter machen, das hat auch mal was. Am besten mit einem frühmorgendlichen Hike & Fly verbunden, genial. Das ist manchmal schöner, als mit 100 wild gewordenen Thermikgeiern 6 Stunden lang eine Kante ab zu schrubben. Ich appelliere hiermit öffentlich für : TIEFER, NÄHER, LANGSAMER anstatt HÖHER, WEITER UND SCHNELLER 😉
Viel Spaß beim (halbwegs) sicheren Gleitschirmfliegen 😉

 

 

P.S. Aus aktuellem Anlass hier nochmal der Link zum Artikel “Tendenziell fliegbar”

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Gleitschirmfliegen und Landwirschaft

Im Frühjahr ist wieder die “heiße Zeit” für Gleitschirmflieger und Landwirte. Die Wiesen befinden sich im Aufwuchs Stadium und es ist die Zeit vor dem “ersten Schnitt” bei den Landwirten, d.h. die Wiesen wurden nach dem Winter noch nicht gemäht. Hier kann besonders viel Schaden angerichtet werden und die Landwirte im Allgäu reagieren hier auf das Betreten der Wiesen SEHR SENSIBEL. Ab dem 23.04 beginnt der sog. Georgi, d.h. ab hier dürfen die Wiesen eigentlich nicht mehr betreten werden. Für Gleitschirmflieger ist das manchmal schwer zu verstehen: “Es sind doch nur grüne Wiesen”. Im Prinzip muss man das sich so vorstellen das alle Wiesen “vergoldet” sind und man bei seinem Nachbar im Vorgarten landet 😉 dann hat man eine grobe Vorstellung wie es den Landwirten geht, wenn sie einen Gleitschirmflieger im hohen Gras auf ihrem Grundstück sehen. Wenn Du in dieser Zeit in einer nicht abgemähten Wiese landest kannst Du froh sein, wenn Du keine Mistgabel im Rücken stecken hast 😉 Sofort an den Rand des Feldes gehen und dort den Gleitschirm zusammen packen. Leider ist das vielen Gastfliegern nicht bewußt. Es wird direkt in der Wiese gelandet und dann noch Groundhandling gemacht… das gibt garantiert Ärger. Die Allgäuer Bauern haben nur ihre Wiesen und keine zusätzlichen Mais oder Getreide Felder und das Vieh frisst das nieder getrampelte Gras nicht mehr.


Nehmt also Rücksicht in dieser sensiblen Zeit des Jahres. Nach dem ersten Schnitt ist die Lage oft wieder entspannter. Wir empfehlen in dieser sensiblen Zeit nur auf den angepachteten Start- und Landeflächen (meist durch Flugschulen, Vereine, Seilbahn usw.) zu landen oder am Besten auf einem Feldweg bzw. am Rand des Feldes wo kein Schaden entsteht. Für etwaige Schäden haftet hier immer der Pilot.

Wir bitten Dich, im Frühjahr und Sommer Rücksicht auf die Landwirte und ihre Wiesen zu nehmen. Während der Vegetationszeit ist das Betreten von Wiesen mit hohem Gras strikt untersagt. Laufe nicht quer durch die Felder auf dem Weg zu den Start- und Landeplätzen und lege Deinen Schirm immer am Wiesenrand zusammen. Nimm anfallenden Müll, Essensreste und Zigarettenkippen wieder mit, um sie später in der Flugschule zu entsorgen. Die Landwirte nutzen das Gras der Wiesen als Futter, so dass jede Art von Verunreinigung unbedingt vermieden werden muss! Da unsere Übungshänge nur für die Kurszeiten angepachtet sind und außerhalb der Kurse unsere Landwirte die Felder wieder für die Landwirtschaft nutzen, können wir auch viele unserer Übungshänge nicht zur freien Nutzung und zum Üben frei geben. Am Hündle kann der Landeplatz L1 ganzjährig für Groundhandling genutzt werden. Bitte aber auch hier nicht im hohen Gras Groundhandling machen wenn noch nicht gemäht wurde.
Chris Geist Paragliding Academy GmbH
Chris Geist
Geschäftsführer

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Groundhandling Ausrüstung – Welchen Gleitschirm brauche ich dafür?

Oft hört man vielen Piloten: “Ich mach kein Groundhandling, das geht zu sehr aufs Material”. Gute Einstellung 😉 “Das Auto hält auch am längsten wenn es in der Garage steht” ist dann meistens meine leicht ironische Antwort darauf 😉


Groundhandling (für alle Einsteiger in den Sport: Als Groundhandling bezeichnet man das Training mit dem Gleitschirm auf der flachen Wiese ähnlich wie mit einem Kinderdrachen/Kite) ist der Schlüssel zu einer guten Flugtechnik und ich denke das hat sich mittlerweile auch herum gesprochen. Zumindest sieht man mittlerweile wirklich viele Piloten die fleißig auf der Wiese üben. Super!
Sehr oft werden wir auch nach Groundhandling Schirmen gefragt. Unsere Meinung dazu ist: Solltest Du nur sehr wenig Groundhandling machen und das v.a. auf Wiesen, nimm besser Deinen eigenen Schirm fürs Groundhandling, den so lernst Du am meisten.


Wenn Du viel Groundhandling machst oder auch an der Düne/im Sand und im rauhen, steinigen Gelände Deinen Schirm lüftest, blutet einem natürlich schon etwas das Herz wenn man seinen neuen Leichtschirm durch den Acker ziehen muss. Hier macht ein Groundandlingsschirm auf jeden Fall Sinn. Sehr sehr alte Gleitschirme halten wir hier für oft nicht sinnvoll, da sie erstens oft gar nicht mehr oder sehr schwer starten und zweitens sich häufig in den Schirmeaktionen anders verhalten als aktuelle Gleitschirme. Der “alte Lappen” sollte also nicht zu alt sein, damit man auch was dabei lernt. Auch Speedwings mit “Fallschirmprofil” halten wir nur für bedingt brauchbar zum Groundhandling für Einsteiger. Die Schirmreaktionen sind doch recht unterschiedlich zum normalen Gleitschirm aber klar, bevor man gar nichts macht, ist es sicher besser dies auch mit einem Speedwing zu tun.


Um das Windfenster für Groundhandling zu erweiteren, empfehlen wir kleine Gleitschirme wie den BGD Seed und den Ozone Roadrunner. Dies sind kleine Miniwings mit Gleitschirmprofil (14qm, keine Speedwings), deren Reaktionen an normale Gleitschirme heran kommen und somit die Reaktionen halbwegs übertragbar sind auf Deinen richtigen Schirm. Sie können je nach Könnensstand des Piloten und Böigkeit des Windes bis zu ca. 50km/h Windgeschwindigkeit verwendet werden.

Unser Verband DHV hat von seinen Rechtsanwälten prüfen lassen wie es mit Groundhandling für nicht lizensierte Piloten (also ohne A-Schein) steht. Natürlich ist es immer eine klare Empfehlung soviel Groundhandling wie möglich zu machen und es ist, das gleich vorweg auch als Nicht Scheininhaber erlaubt (unter Auflagen), versicherungstechnisch ist dies allerdings als kritisch zu betrachten. Im Schadensfall wird die Versicherung höchst wahrscheinlich nicht zahlen.

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Ulligunde plauscht – Mit Chris Geist

EP22: FAQ GLEITSCHIRMFLIEGEN/HIKE&FLY (CHRIS GEIST, PARAGLIDING ACADEMY)
JUNI 11, 2020

 

Eine etwas ausgeuferte FAQ-Podcast-Folge zum Thema Gleitschirmfliegen.

Chris Geist fliegt seit über 25 Jahren und betreibt seit nun fast zwei Jahrzehnten die PARAGLIDING ACADEMY im Allgäu. In diesem ersten Teil unseres Gesprächs löchere ich ihn mit den Fragen, die Ihr mir in den vergangenen Wochen via Instagram geschickt hattet.

 

  • Wie lange dauert es, bis ich den Gleitschirm-Schein habe?
  • Schnupperkurs oder Tandemflug?
  • Welche Ausrüstung fürs Hike&Fly als Anfänger?
  • Hat ein leichter Schirm Nachteile?
  • SingleSkin – pro/contra?
  • Was sollte nach dem A-Schein folgen?
  • Gleitschirm-Ausrüstung für schwere Piloten?
  • Braucht es ein Sicherheitstraining für Anfänger?
  • Richtige Zeit für ein Sicherheitstraining?
  • Kontrollblick beim Gleitschirm-Start – nötig?
  • Wo darf man Hike&Fly-Touren in Deutschland unternehmen?
  • Susi oder Pi?
  • Fliegen ohne Protektor? Fliegen ohne Retter? Fliegen ohne Schein?
  • Was ist eine K-Prüfung?
  • Frontcontainer vs. Retter im Gurtzeug?
  • Gleitschirmfliegen Ü40 / mit Krankheit / mit Behinderung / als Flachlandbewohner?
  • Diskussion zugelassene Startplätze in Deutschland vs “überall fliegen dürfen” in Österreich?
  • Wie vermittelst Du Umweltbewusstsein an angehende Piloten?

Teil 2 meines Gesprächs mit Chris Geist von der Allgäuer Gleitschirm-Flugschule PARAGLIDING ACADEMY.

Nachdem wir im ersten Teil alle Eure Fragen rund um das Thema Gleitschirmfliegen abgearbeitet haben, spreche ich mit Chris Geist im zweiten Teil über seine persönliche Geschichte. Zum Beispiel darüber, wie peinlich es ist, in einer Acro Show den Retter werfen zu müssen und wie es dazu kam, dass er -obwohl er noch nie im Baum gelandet ist – Forstwirtschaft studiert hat.

 

Etwas seriöser beschreibt Chris dann seinen Umgang mit kritischen Situationen in Sicherheitstrainings und die Relevanz der Steilspirale, bevor es am Ende noch ganz persönlich wird: Da spricht er über seinen Vater, der viel zu früh bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

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Gleitschirm Acrofliegen – Der Helikopter

Weil wir gerade sehr oft wieder Fragen zum Helikopter Manöver bekommen hier nochmal eine kleine Zusammenfassung zu diesem Manöver. Hier ein Video von meinem Hike&Fly gestern und einem Helikopter mit dem Ozone Alpina4 (EN/LTF C Schirm). Je gestreckter die Schirme werden desto anspruchsvoller wird oft auch das Helikopterverhalten.

Auch wenn es auf diesem und vielen anderen Videos aussieht als wäre es nichts, der Helikopter (auch ungetwistet 😉 ) gehört nach wie vor zu den technisch anspruchsvollsten Flugmanövern in der Acroszene. Natürlich spielt hier der Gleitschirm eine entsprechende Rolle. Es gibt Schirme die gehen fast von selbst in den Helikopter, einige Schirme gehen gar nicht und ein paar sind anspruchsvoll. Nur wenige Piloten können mit fast allen Gleitschirmen gute Helis fliegen. Aus meiner Zeit als Acro Judge bei den Wettkämpfen bin ich hier natürlich sehr anspruchsvoll bei mir und auch beim Zuschauen bei anderen Piloten. Nur weil es sich dreht ist es noch kein Heli. Auch wenn die Drehung Oszilliert nennt man es eher “Wobbelkopter” als Helicopter und die Ausleitung wird dann gerade bei unerfahrenen Heli Piloten oft heikel. Auch wenn das Außenflüge stark deformiert ist das ein Zeichen dafür das entweder der Schirm den Innendruck nicht gut hält oder der Pilot noch zuviel Bremse nimmt.

Was macht den Helikopter so anspruchsvoll?

Es ist v.a. die Einleitung die einfach nie gleich ist und extrem stark von der Umgebungsluft, Gurtzeug und Zeitpunkt abhängt. Mal brauchst Du mehr Bremsleinenzug, mal weniger, mal mehr Körpergewicht, mal weniger mal hast Du das Körpergewicht neutral, mal gehst Du mit der Drehung mit, mal lehnst Du Dich nach außen oder streckst sogar die Füße aus um mehr Stabilität zu bekommen. Es ist oft wie ein “rohes Ei” das Du reitest. Eine beginnende Oszillation wieder zu korrigieren ist nur mit dem richtigen Bremseinsatz möglich und eine fortgeschrittene Technik. Die meisten Piloten trainieren jahrelang den Helikopter und selbst dann schaffen sie es nicht ihn kostant und regelmäßig sauber zu fliegen. Einmal einen “Glücksheli” einleiten zu können heißt noch lange nicht ihn auch regelmäßig sauber fliegen zu können. Gute Piloten wissen das. Die wenigsten Piloten schaffen von 10 Versuchen auch 10 saubere Helis zu fliegen.

Kann man den Helikopter erlernen?

Ja klar, das geht. Aber dafür brauchst Du wirklich sehr viel Zeit, Ehrgeiz und eine hohe Risikobereitschaft, den ein Retterabgang beim Helitraining ist gerade am Anfang keine Seltenheit. Wir empfehlen auch einen zweiten Retter für das Helitraining wegen dem gefürchteten Verhänger SAT und natürlich ein Training über Wasser. Du solltest den Fullstall im Schlaf beherrschen und auch schon die ersten Negativdrehungen/Trudelversuche unternommen haben, dann kannst Du Dich auf den Weg zum Helipiloten machen. Dabei kannst Du Dich auf verschiedenste Arten an den Heli heran tasten. Die Oldschool und aus meiner Sicht nach wie vor sicherste Variante ist dabei den Fullstall vorzufüllen bis Du im Flyback bist (d.h. der Schirm fliegt rückwärts, steht stabil über Dir und nur die Ohren sind minimal eingeklappt) und dann durch einseitigen Steuerleinenzug eine Drehung einzuleiten. Die Ausleitung stoppst Du mit der Außenbremse und gehst über das Flyback wieder in den Normalflug über. Hier ist gewährleistet das Dir der Schirm nicht um die Ohren schießt bei der Ausleitung und Du halbwegs die Orientierung behälst wenn Du mal aus der Achse kommst. Eine weitere Möglichkeit ist den Heli über den Sackflug einzuleiten. Den Sackflug sauber zu erfliegen ist nicht ganz einfach und wenn Du am Anfang mit einer beginnenden Oszillation noch nicht zurecht kommst ist die Ausleitung dann oft mit starkem Schießen des Schirmes, Twists oder Verhängern verbunden. Ganz wichtig: Immer die Höhe im Auge behalten! 😉 Profis können den Heli auch einfach aus dem Trimmflug durch einseitigen Strömungsabriß und Freigeben der Bremse zum richtigen Zeitpunkt einleiten.

Kann man den Helikopter erlernen?

Ja, am Anfang schon. Trainiere ihn immer erst über Wasser mit zwei Rettungsgeräten und mit professioneller Anleitung.

Ich habe schon den SAT gelernt, der Heli sollte ja dann auch kein Problem sein oder?

Der SAT gehört zu den “positiv angeströmten Manövern”. Eine Einleitung ist bei einfachen SAT Schirmen nicht besonders schwierig, wenn das Timing stimmt. Der Heli ist ein “Negativ Manöver” das deutlich komplexer ist. Ein Zentimeter Steuerleinenzug macht hier viel aus.

Der Heli sieht bei Profis so einfach aus, warum?

Wenn der Heli sauber in der Achse ist und sich dreht, ist so gut wie kein Steuerleinenzug mehr nötig. Deshalb sieht es so aus, als würde der Heli ganz von alleine funktionieren. Tatsächlich machen aber auch die Profis oft minimale Korrekturen mit den Steuerleinen und dem Körpergewicht die man kaum sieht. Sie verhindern so eine beginnende Oszillation.

Mit welchem Equipment erlerne ich am Besten den Heli?

Am Anfang empfehle ich gemütliche Intermediate B Gleitschirme oder sogar A Schirme in normaler Größe (zugelassener Gewichtsbereich) für das Helitraining. Die Rotationen sind einfach gemütlicher und besser überschaubar und die Schirme fliegen Dir nicht gleich um die Ohren. Fast alle unsere Schirme aus dem Flyzeit Paket die wir auch unseren Einsteigern verkaufen eignen sich zum Erlernen des Helikopter (Ozone Mojo, Advance Alpha, BGD Magic) und auch die Intermediate B Schirme Advance Epsilon9 und Ozone BuzzZ6 sind gut geeignet. Als Gurtzeug empfehle ich das von mir mitentwickelte Independence Freestyle TWO mit zwei leichten Rettungen (Advance SQR Light) oder die zusätzliche Verwendung eines optionalen Frontretters wenn Dein Gurtzeug nur den Einbau EINES Retters zulässt.

Ich fliege und trainiere jetzt schon seit fast 20 Jahren den Helikopter und auch für mich (es ist mein Lieblingsmanöver) ist es nicht immer gleich und immer noch anspruchsvoll ihn je nach Schirm, Gurtzeug und Bedingungen sauber hin zu bekommen. Ich versuche das Manöver mit fast ALLEN Schirmen die ich zum Fliegen bekomme und sehe dann gleich wie gut sie für den Heli geeignet sind. So richtig anspruchsvoll wird es dann mit Liegegurtzeugen.Hier muss dann wirklich alles passen und es es ist deutlich schwieriger wie mit einem Sitzgurtzeug. Natürlich steigt auch die Twistgefahr. Ganz wichtig ist am Anfang die Höhe im Auge zu behalten und sich auch genug Höhe für die Ausleitung übrig zu lassen. Die ersten Versuche MÜSSEN über Wasser stattfinden wenn Du nicht mehr 20 bist und Lernen durch Schmerzen auch keine Option mehr ist 😉
Chris Geist Paragliding Academy GmbH
Chris Geist
Geschäftsführer

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Groundhandling oder Rückwärtsstart?

Ich finde es immer wieder lustig wie extrem die Meinungen um die richtige Technik beim Groundhandling und dem Rückwärtsstarten auseinander gehen. An vielen Startplätzen, bei jeder Fortbildung und Flugreise entfachen sich heftige Diskussionen zu diesem Thema. Ich bin da mittlerweile relativ entspannt. Aus meiner Sicht gibt es keine richtige oder falsche Start- oder Groundhandlingstechnik solange sie sicher funktioniert, der Pilot sie viel trainiert und weiß, wann er welche Technik anwenden muss. Es herrschen hier aber unter Fachleuten und Hobbyfliegern viele Missverständnisse über die man sich klar sein sollte. 

 

Hier ein paar Tipps und Meinungen dazu:


1.) Man muss erst einmal Unterscheiden zwischen Groundhandling und Starten. Willst Du bei perfektem Wind an einfachem, flachen Gelände ohne Gefahr ausgehebelt zu werden einfach ein bisschen handeln dann sind Groundhandlingstechniken (Steuerung über B/C Gurte, Steuerleinen aus der Hand) absolut gut und sinnvoll. Ein großer Vorteil ist hier die bessere Kontrolle über die C Gurte und die geringere “Hebelgefahr”. Ich nutze diese Technik v.a. an der Düne, bei gleichmäßigem laminaren Wind oder zum “Rumblödeln”. Hier finde ich diese Technik genial und angebracht. Wenn ich allerdings im alpinen Gelände bin, der Startplatz steil und kurz, der Wind böig/thermisch/von der Seite kommt, halte ich diese Technik immer prinzipiell für FALSCH. Natürlich kannst Du es so machen wenn Du es sehr viel trainiert hast und perfekt beherrscht, aber für Hobbypiloten mit einer geringen Anzahl an Flügen und Praxisstunden ist es aus meiner Sicht keine gute Technik. Bei solchen Bedingungen gehören die Steuerleinen in die richtige Hand, den kleine Fehler sind schnell eingebaut und böiger Wind ist nicht immer berechenbar. Sollte es Dich aushebeln und schnell austwisten bist du mit dieser Technik “ready to fly” und hast die Steuerleinen bereits in der richtigen Hand. Hier vertrete ich die DHV Lehrmeinung für Rückwärtsaufziehtechnik. Wendet also die “Mike Küng Groundhandlingstechnik” gerne an, bei den dafür geeigneten Bedingungen im geeigneten Gelände. In allen anderen Fällen empfehle ich die DHV Lehrmeinung mit Bremsen über Kreuz in der richtigen Hand. Lasst euch hier auch nie einreden das es nur diese eine Technik für diesen Wind gibt. Das ist Blödsinn. Ich starte z.B. mit der “Steuerleinen über Kreuz” Technik bei jedem Wind bei der auch die Groundhandlingstechnik (Kontrolle über B/C Gurte) angewendet werden kann. Zudem gibt es ja viele Tricks (Stichwort: Windfensterrand | Kobrastart) um sprichwörtlich den Wind aus den Segeln zu nehmen

Groundhandlingstechnik
Rückwärtsstarttechnik

2.) Einer der größten Fehler die ich häufig beim Starten beobachte ist, dass sich Pilotinnen und Piloten viel zu spät Ausdrehen. Ich halte es für FALSCH den Schirm am alpinen Startplatz wie beim Groundhandling erst über sich zu stabilisieren und sich dann auszudrehen. Dies widerspricht vielleicht etwas der DHV Lehrmeinung aber ich halte es für sicherer sich früh auszudrehen. Warum? Ganz einfach! Ich habe im Laufe der Jahre viele Piloten ungewollt getwistet starten sehen, mit zum Teil mit fatalem Ausgang. Bei böigem, starken Wind und steilem Startplatz plus schlechter bis durchschnittlicher Gerätebeherschung ist es für Hobbypiloten einfach zu gefährlich zu lange eingedreht zu bleiben. Ich empfehle hier, wenn der Schirm bereits bei etwa 60-70 Grad steht (über dem Pilot = 90 Grad) die Ausdrehbewegung zu starten und während dem Ausdrehen auf die Bremse zu gehen (falls nötig). Schau Dir mal ein paar Videos von Profis an, die machen das intuitiv alle so und das hat seinen Grund.

Egal wie Du Groundhandelst oder Startest, Du kommst nicht daran vorbei einfach ganz viel trainieren zu müssen. Gleitschirmfliegen ist ein Sportart die Praxis und Routine braucht. Die beste Technik ist die, die Du sicher beherrscht.
Chris Geist Paragliding Academy GmbH
Chris Geist
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